Upgrades, Updates und weshalb man manchmal nicht drum rum kommt…

„Upgrade, Update, … ist das nicht alles das Gleiche?“

Der Unterschied zwischen einem Upgrade und einem Update besteht darin, dass ein Upgrade neue Funktionen und meist auch eine neue Versionsnummer mit sich bringt (z.B. von Windows 7 zu Windows 8), ein Update korrigiert Fehler und passt ein System neuen Gegebenheiten an (z.B. von Windows 7 SP1 zu SP2; allgemein, was über Windows Update daherkommt).

Im Grenzbereich ist die Unterscheidung nicht immer eindeutig zu treffen und die Begriffe werden gerne vertauscht. Auch uns kann das passieren ;)

„Muss man da immer alles mitmachen?“

In vielen Fällen kann man auf ein Upgrade verzichten, auf Updates jedoch nur bedingt. Wie bei jeder Software, finden sich auch in den von uns eingesetzten Systemen immer wieder Bugs. Dies ist der Komplexität der Software geschuldet und vollkommen normal, wenn auch ärgerlich. Deshalb müssen Updates zumindest halbwegs zeitnah durchgeführt werden. Je größer die Lücke zwischen dem eingesetzten und dem aktuellen Stand der Software ist, desto wahrscheinlicher treten auch bei späteren Updates Probleme auf.

In einigen Fällen ist sogar ein Upgrade nötig, um Fehler zu korrigieren. Das ist dann der Fall, wenn eine neue Version erscheint und die alte Version nicht weiter gepflegt wird. Wenn heute ein Fehler in Windows XP auftaucht, gibt es im Regelfall keine Updates mehr für das Ende 2001 erschienene System. Sind die Fehler gravierend und stellen Sicherheitslücken dar, bleibt einem nur das Upgrade. Große Softwarehersteller setzen im Regelfall auf Übergangszeiträume. Je länger der Zeitraum, desto kostenaufwändiger ist das für das Unternehmen.

„Macht Ihr das nicht nur, um zu verdienen?“

Nein! Klar, wir verdienen unser Geld mit Dienstleistung. Aber wir versuchen immer abzuwägen, ob wirklich jede Aktualisierung notwendig ist. Behebt ein Upgrade lediglich einen Fehler in einer Komponente, die vielleicht gar nicht zum Einsatz kommt, lassen wir das auch mal aus oder erledigen es im Zuge anderer Arbeiten mit. Schließlich wollen wir nicht unnötig Kosten für unsere Kunden produzieren. Davon abgesehen sind ein Haufen Tätigkeiten interessanter und lohnender, als (unnötige) Software-Aktualisierungen.

„Wenn ich das aber nicht will…?“

Manchmal wird eine schwerwiegende Sicherheitslücke in einer weitverbreiteten Komponente entdeckt. In so einem Fall müssen wir zum Schutz unserer Systeme und nicht zuletzt Ihrer Website eine Aktualisierung vornehmen. Da lassen wir auch nicht mit uns reden. Klingt kompromisslos? Ist es auch. Und zwar deshalb:

Stellen Sie sich vor, jemand Fremdes (in den Medien ist dann vom „Hacker“ die Rede, wobei der Begriff meist nicht zutrifft) schafft es, Administrator Ihrer Website zu werden. Dann kann er all Ihre Inhalte ändern oder löschen, Unsinn, Fehlinformationen („Wir sind insolvent!“) oder strafrechtlich relevante Inhalte (rassistische Aussagen, Schadsoftware, Raubkopien, …) veröffentlichen. Und meist kann er dann auch eMails versenden, die aussehen, als kämen sie von Ihnen. Im Gegensatz zu gefälschten Absendern wird das von Spamfiltern nicht erkannt. Die E-Mails kommen ja wirklich von Ihrer Domain. Wir hoffen mal, dass unsere Kunden keine Feinde haben, die dann deren Geschäftspartnern unflätige E-Mails schreiben, aber wenn, dann wollen wir Sie auch davor schützen. Im Regelfall wird die Möglichkeit des E-Mail-Versands über Ihre Adresse eher zum Spammen genutzt. Wer spammt, fällt auf und in den meisten Fällen nehmen dann mindestens die Server größerer, aber auch die kleinerer Anbieter keine E-Mails mehr von einem betroffenen Server an. Was würde es für Ihr Geschäft bedeuten, wenn plötzlich Ihre E-Mails an Kunden bei GMX, T-Online, Vodafone, Strato, 1&1, Kabel Deutschland und noch vielen mehr nicht mehr ankommen? Davon sind wiederum nicht Sie alleine betroffen, sondern auch sämtliche Kunden, die bei uns auf demselben System laufen. Stellen Sie sich vor, Sie wären von diesen Problemen betroffen, weil ein anderer Kunde ein unumgängliches Update abgelehnt hat.

Beunruhigt Sie diese Vorstellung? Wahrscheinlich. Und das zu Recht. Aber dafür sind wir da. Wir kümmern uns für Sie um diese Details, wir aktualisieren Ihr System – nebenbei auf die Schnelle, wenn es einfach geht, etwas länger, wenn’s wirklich wichtig ist und mit Vorankündigung, wenn absehbar ist, dass es länger dauert.

Fazit

Kompromisslos sind wir nicht gegen Sie, sondern für Sie.

Beitrag von Florian Hartig
  • Florian Hartig
    Florian HartigLeiter IT, Projektleitung Internet

Bild: fotolia © Robert Kneschke

Weitere aktuelle Beiträge